Jubiläum: 25 Jahre Dienst – und was ich dabei gelernt habe

Jubiläum! Heute (01.10.2020) seit 25 Jahren darf ich im vollzeitlichen Reich-Gottes-Dienst sein! Was für eine Geschichte für mich!

Eigentlich wollte ich Billy Graham Nr. 2 werden. Ein Evangelist, der zehntausende von Menschen auf einmal ansprach und Bekehrungen „bewirkte“. Doch der evangelistische Dienst bestätigte sich nicht. Dann wenigstens Gemeindeleiter einer Megagemeinde (über 1000 Mitglieder) sein. Doch auch dieser Wunsch, merkte ich, kam nicht in die Realität. Und doch konnte ich als Gemeindeleiter den prophetischen Dienst als Worshiper 10 Jahre praktizieren. Was sich mir eröffnete, war der Lehrdienst. Gott hat mich zu einer forschendenden Person gemacht, sodass ich Zusammenhänge erkennen konnte, um diese einfach weiterzugeben. Viele Menschen durfte ich so prägen und selber viele theologische Ansichten verstehen lernen. Und doch blieb das Ausbildungswesen stark auf der sachlichen Seite. Das Leben ist aber mehr. Nur wie ist es? Erst dadurch, dass mich der Herr da und dort aus dem theoretischen Lehrdienst genommen hatte, öffnete sich mir ein neues Feld im Coachen von Menschen. So entwickelt(e) sich auch der Hirtendienst. Das Apostolische hingegen liegt mir weniger. Und doch durfte ich vor und nach meiner eigenen 12-jährigen Gemeindeleiterzeit verschiedene apostolische Leiter erleben und dadurch Chancen eines ausgeprägten apostolischen Dienstes schätzen lernen, habe aber auch zum Teil dessen Risiken durchleiden müssen. So lernte ich den fünffältigen Dienst (Eph 4,11) von allen Richtungen kennen.

1996

Der Herr führte mich zudem so, dass ich bislang Einblick in viele verschiedenen Gemeinden erhielt: Baptistisch aufgewachsen, bekehrt in einer FEG, war im ersten ICF Jahr Mitarbeiter, wurde charismatisch in der Zeit der Pfimi Thalwil, Heirat in die Pfimi Interlaken, erste Stelle im Missionswerk Gute Nachricht, gleichzeitig Mitarbeit, später Anstellung in der Pfimi Schaffhausen, erste Gemeindeleiterstelle in Bargen, danach 10 Jahre Kloten, seither Lehrpastor in Dietikon, parallel dazu ein wachsendes Mandat wieder in der Pfimi Schaffhausen, und dazu noch ein Jahresmandat in der FCG Rotkreuz. Was habe ich in all den kleineren und (mittel-)grossen Gemeinden schon gesehen!

Ich durfte viele verschiedene Frömmigkeitsstile kennenlernen, was mir heute – zusammen mit der theologischen Breite und dem Verstehen des fünffältigen Dienstes – einen grossen Erfahrungsschatz bietet. Das kommt mir heute im Team- und Einzel-Coaching für Gemeindevorstände, Pastoren und Mitarbeitende entgegen. Mal sehen, ob sich daraus eine Teilselbständigkeit bildet. Spass macht es auf jeden Fall…

Was ich in den 25 Jahren gelernt habe? Es geht nicht um möglichst Gross, Viel, oder Weit, sondern dass berufungsgemäss die vorbereiteten Werke Gottes vollendet werden (Eph 2,10), was eine pneumatische Dynamik erzeugt, sodass mit wenig Aufwand Nachhaltiges geschieht – und es erst noch Spass macht. Ein Dienst darf nicht zur Kompensation eigener Minderwertigkeitsgefühle verkommen, sonst wird es manipulativ. Vollmacht ist nicht irgendwie etwas charismatisch Magisches, sondern hängt stark mit der Eigenreflexion zusammen, sprich dem Charakter. Darin möchte ich zulegen. Gottes Liebe ist nicht in erster Linie an meinem Dienst interessiert, sondern an mir selbst. Danke Herr!

Kennst du mein vielfältiges Angebot auf meiner Homepage?

Oder schaue doch mal wieder eines der über 350 Lehrvideos auf meinem YouTube-Kanal. Stelle dir vor, viele Mitarbeiter einer Gemeinde würden sich jede Woche ein halbstündiges Video ansehen, dann hätten diese in zehn Jahren eine Bibelschule besucht. Das ergibt starke Mitarbeitende!