Coaching Grundlagen

Menschenbild

Biblisch gesehen ist der Mensch eine Einheit (3Joh 2; Spr 14,30). Der Schöpfungsbericht zeigt uns aber auch, dass der Mensch aus einem inneren und einem äusseren Teil bestehen (1Mose 2,7). Der innere Mensch wird weiter in Seele (Gefühle) und Geist (Denken) unterteilt (1Thess 5,23). Alle Menschen haben in ihrem Geist einen geistigen Teil. Wird er aber durch die Hinwendung zu Jesus wiedergeboren, beginnt der geistliche Teil im Geist zu leben.

Da der Mensch im Bilde Gottes erschaffen wurde (1Mose 1,27), unterscheidet er sich von allen anderen Lebewesen. H. Dooyewerd teilt den Menschen in 16 Ebenen. Gewisse Ebenen besitzen auch die Dinge und andere Lebewesen, andere Ebenen hingegen besitzen aber nur der Mensch. Dazu gehört auch die pistische Ebene, also die Möglichkeit, zu glauben. Durch den Glauben können Menschen in eine lebendige Beziehung zu Gott treten.

Interessant wird es, wenn wir die biblischen Aussagen über den Menschen in Kombination zu psychologischen Erkenntnissen setzen. Ich gehe dabei vom individualpsychologischen (ganzheitlich, holistisch) Menschenbild von Alfred Adler († 1937) aus. Er formulierte eine verständliche Alltags- und „Gebrauchspsychologie“. Dabei wird die Selbstverantwortung des Menschen betont. Das menschliche Verhalten ist immer zielgerichtet. Der Mensch kann durch seine Entscheidungen aktiv handeln. Dabei gilt es, die Stärken zu stärken. Adlers Schüler Rudolf Dreikurs und später Reinhold Ruthe sowie Theo Schoenaker haben die Individualpsychologie vorangetrieben.

In meinem Coaching arbeite ich mit dem GPI Persönlichkeitstest von Urs Bärtschi von CoachingPlus, der auf der Individualpsychologie aufbaut.